
Bioabfälle fallen entweder in der Küche oder auch im Garten bzw. auf dem Balkon an. Zu den Küchenabfällen gehören z. B. Kartoffel- und Eierschalen, Obst- und Gemüseabfälle oder Speisereste. Im Garten sind es Grünschnitt, Unkraut oder verblühte Blumen, die zum Bioabfall zählen.
Diese Abfälle können im Landkreis Märkisch-Oderland über die freiwillige Biotonne entsorgt werden.
Die biogenen Abfälle aus der Biotonne werden in der Biogasvergärungsanlage in Trappenfelde zu grünem Gas und Strom sowie zu Kompost verarbeitet.
Die Biotonne ist mit einem Transponder ausgestattet, so dass jede Leerung im Identsystem registriert und mit dem jährlichen Gebührenbescheid abgerechnet wird.

Wenn im Herbst oder Frühjahr im Garten viel Laub oder durch das Beschneiden von Sträuchern mehr Grünschnitt anfällt, gibt es außerdem Strauchwerkbanderolen oder Grünabfallcontainer, mit deren Hilfe diese Gartenabfälle entsorgt werden können.
Banderolen sind gegen Gebühr in verschiedenen Verkaufsstellen im Landkreis zu erwerben. Grünabfallcontainer können gebührenpflichtig beim Entsorgungsbetrieb bestellt werden.
Die Grünabfälle werden auf Kompostplätzen zu hochwertiger Komposterde verarbeitet.
Auch eine Selbstanlieferung der Bioabfälle auf zugelassenen Kompostanlagen im Landkreis ist möglich.



Bioabfälle aus privaten Haushalten sind ein wertvoller Rohstoff für unsere Umwelt. Ob Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Eierschalen oder Rasenschnitt aus dem Garten – alles, was biologisch abbaubar ist, kann in einem funktionierenden Kreislauf wiederverwertet werden. In Märkisch-Oderland sorgt der Entsorgungsbetrieb Märkisch-Oderland (EMO) dafür, dass diese Bioabfälle effizient gesammelt, verarbeitet und wieder in die Umwelt zurückgeführt werden. Zum Tag der Biotonne am 26.05.2026 möchten wir dir einen umfassenden Einblick geben, wie die Bioabfallverwertung aus privaten Haushalten im Kreislauf funktioniert und wie jeder Einzelne einen
Die Biotonne ist der zentrale Sammelbehälter für Bioabfälle in privaten Haushalten. Sie wird regelmäßig geleert und zur Weiterverarbeitung in die Vergärungsanlage gebracht.
Moderne Biotonnen in Märkisch-Oderland sind mit Filterdeckeln ausgestattet.
Diese erfüllen mehrere Funktionen:
Damit die Bioabfälle optimal gesammelt und verwertet werden können, sollten Haushalte folgende Punkte beachten:
Durch eine saubere und gut genutzte Biotonne wird der Grundstein für die Verwertung in der Vergärungsanlage gelegt.
Nach der Leerung werden die Bioabfälle aus privaten Haushalten zur Kompostierungs- & Vergärungsanlage Trappenfelde der Reterra Service GmbH transportiert. Dort werden sie zunächst aufbereitet:
Kontrolle und Entfernung von Störstoffen: Fremdstoffe wie Plastik, Metall oder Glas werden aussortiert
Zerkleinerung: Große Mengen werden zerkleinert, um die Oberfläche für Mikroorganismen zu vergrößern und die Vergärung zu erleichtern
Dieser Schritt ist entscheidend für eine effiziente Vergärung und die Qualität des Endproduktes.
In der Vergärungsanlage von Märkisch-Oderland werden Bioabfälle unter Sauerstoffausschluss in großen Fermentern verarbeitet.
Mikroorganismen zersetzen die organischen Stoffe anaerob (ohne Sauerstoff).
Dabei entsteht Biogas, bestehend hauptsächlich aus Methan und Kohlendioxid
Das Biogas wird in Blockheizkraftwerken verbrannt, wodurch Biostrom und Wärme erzeugt werden.
Diese Energie fließt in das öffentliche Stromnetz und versorgt umliegende Gebäude mit Wärme.
So tragen private Haushalte mit ihren Bioabfällen direkt zur nachhaltigen Energieproduktion bei.
Reduzierung von Treibhausgasen: Methan aus der offenen Vergärung in Haushalten würde unkontrolliert in die Atmosphäre gelangen
Produktion erneuerbarer Energie: Strom und Wärme aus Biogas ersetzen fossile Brennstoffe
Herstellung von nährstoffreichem Gärrest, der als Ausgangsmaterial für Kompost dient
Nach der Vergärung bleibt der sogenannte Gärrest übrig – ein organisches Material, das noch Nährstoffe enthält und weiterverwertet werden kann.
Nachrotteprozess
Der Gärrest wird auf großen Kompostflächen oder in Hallen aufgeschichtet
Regelmäßiges Umsetzen und Belüften sorgt für Sauerstoffzufuhr und fördert die Zersetzung
Mikroorganismen bauen weiterhin organische Stoffe ab und reduzieren Krankheitserreger
Der Kompost wird gesiebt, um größere Holz- oder Steinteile zu entfernen
Nur Kompost, der bestimmte Qualitätsstandards erfüllt, wird als Dünger freigegeben
Damit schließt sich der Kreislauf: Aus den Bioabfällen, die im Haushalt anfielen, entsteht hochwertige Ressource für Böden und Pflanzen.
Jeder Haushalt leistet mit der korrekten Trennung von Bioabfällen einen wertvollen Beitrag:
Ressourcenschonung: Bioabfälle werden nicht im Restmüll verbrannt, sondern als Rohstoff genutzt
Energieerzeugung: Biogas aus der Vergärung liefert nachhaltigen Strom und Wärme
Bodenverbesserung: Kompost aus Bioabfällen sorgt für gesunde Böden und stärkt Pflanzen
Reduktion von Treibhausgasen: Biogas aus geschlossenen Anlagen entlastet die Atmosphäre
Wird die Tonne beim Leerungsvorgang gereinigt?
NEIN!
Ist die Biotonne nach etlichen Leerungen sehr verschmutzt, empfiehlt es sich, sie mit dem Gartenschlauch kräftig auszuspülen und vor Neubefüllung trocknen zu lassen. Im Sommer kann es ausreichen, die Biotonne nach der Leerung offen stehen zu lassen, damit sie austrocknen kann.
Bevor erneut Bioabfälle in den Behälter gefüllt werden, ist es für die jederzeit vollständige Leerung hilfreich, ein passendes Stück Wellpappekarton auf den Boden der Biotonne zu legen. Auch die entstehenden Sickersäfte werden dadurch aufgenommen und im Winter friert der feuchte Bioabfall nicht so schnell fest. Geeignet sind auch Kienäpfel oder Kienzapfen, die im Winter ein Festfrieren der Abfälle am Boden der Tonne verhindern.
Zwischen den Leerungen steht die Biotonne am besten an einem kühlen, schattigen Platz. Im Winter sollte der Platz frostfrei sein.
Gibt es einen Filterdeckel für die Biotonne?
JA!
Für unsere Biotonnen kann man zusätzlich einen Biofilterdeckel bestellen. Das ist immer dann sinnvoll, wenn über die Biotonne vor allem Küchenabfälle entsorgt werden. Der Biofilterdeckel schließt die Tonne perfekt ab, so dass das Eindringen von Schädlingen verhindert wird und sich weniger Fliegen und Maden im Behältnis ansammeln. Außerdem sorgen Mikroorganismen dafür, dass es aus der Tonne weniger riecht und bereits im Behälter eine Kompostierung der Abfälle beginnt.
Einen Filterdeckel kann man auch für bereits aufgestellte Biotonnen bestellen. Die Biotonne ohne Filterdeckel wird dann komplett ausgetauscht gegen eine Tonne mit Filterdeckel.
Etwa alle zwei Jahre muss der Filtereinsatz ausgetauscht werden.
Hierbei fällt eine Gebühr an. Der Einsatz kann unter abfallentsorgung@landkreismol.de beantragt werden.
Dürfen kompostierte Plastiktüten in die Biotonne?
NEIN!
Auch sogenannte „kompostierbare Plastiktüten“, die es im Handel gibt, haben in der Biotonne nichts zu suchen. Die Bioabfälle verweilen in den Fermentern der Bioverwertungsanlagen nur etwa drei Wochen – diese Zeit reicht für das Verrotten der Plastiktüten nicht aus, so dass Rückstände in den Anlagen verbleiben, die sich in den Endprodukten der Bioanlagen wiederfinden.
Küchenabfälle am besten in einem Vorsortiereimer mit Deckel in der Küche sammeln. Auch eine Schüssel oder ein Korb sind dafür geeignet. Wenn Eimer oder Schüssel mit einem Bogen Zeitungspapier oder im Handel erhältlichen Biomülltüten aus Papier ausgekleidet werden, ist das praktisch. Beides kann direkt mit dem Biomüll in die Biotonne geworfen werden. Auch in Küchenkrepp eingewickelter Küchenabfall kann direkt in die Biotonne gegeben werden.
Kann ich auch eine zweite Biotonne bestellen?
JA!
Es ist problemlos möglich, auch eine zweite Biotonne zu bestellen. Insbesondere bei großen Grundstücken, bei denen im Frühjahr und Herbst eine größere Menge an Gartenabfällen zu entsorgen ist, kann eine zweite Biotonne sinnvoll sein.
Durch den 14-täglichen Leerungsrhythmus lässt sich so relativ schnell auch eine größere Menge an biogenen Abfällen entsorgen lassen.
